Das neue Schuljahr beginnt

Wie Sie bereits aus den Nachrichten erfahren haben, wurde die Thüringer Verordnung zur Regelung infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 (ThürSARS-CoV-2-IfS-MaßnVO1) vom zuständigen Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) überarbeitet. Es wird nun ein gestuftes Warnsystem mit einer Basis- und drei Warnstufen angewendet, die sich auf die jeweiligen Gebietskörperschaften beziehen (Landkreise und kreisfreie Städte). Zentrale Neuheit ist, dass dieses System neben der Inzidenz nun weitere Faktoren berücksichtigt: die Hospitalisierungsrate und die Auslastung der Intensivkapazitäten.

Wichtigste Änderung ist, das vorbeugende Schulschließungen nicht mehr vorgesehen sind.

Die KiJuSSp-VO enthält nun drei Phasen:

  1. Die ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO bildet in einer Basisphase den normalen Schulalltag mit erhöhtem Infektionsschutz ab. Diese entspricht der Basisstufe des Thüringer Frühwarnsystems.
  2. Die Warnphase in der ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO ermöglicht es, die drei Warnstufen des Frühwarnsystems im schulischen Bereich umzusetzen.

Ab der Warnstufe 1 werden freiwillige Tests angeboten und auch bescheinigt.

Ab Warnstufe 2 wird es für Schülerinnen und Schüler, die weder geimpft oder genesen noch getestet sind, gesonderte Regelungen für den Schulbesuch geben.

In Warnstufe 3 kommt eine Bußgeld-Androhung für die Nicht-Teilnahme am Test hinzu.

Mit einer zum 6. September 2021 in Kraft tretenden neuen Allgemeinverfügung werden die verschiedenen Maßnahmen für die einzelnen Warnstufen konkret angeordnet.

  1. Für das Auftreten einer bestätigten Infektion an einer Schule enthält die ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO künftig in einer Situationsphase Handlungsoptionen, die Schulleitungen in eigener Verantwortung auswählen, um die Infektionsschutzmaßnahmen an ihrer Schule kurzfristig und situationsangemessenen auszuweiten. Die Schule ergänzt so die Maßnahmen, die die unteren Gesundheitsbehörden bei Infektionsfällen ergreifen.

Unabhängig von den zu Schuljahresbeginn geltenden Warnstufen startet das
Schuljahr mit einem 14-tägigen Sicherheitspuffer
an allen Schulen. Während der Zeit des Sicherheitspuffers gilt:

  • Es finden verpflichtende Tests zwei Mal wöchentlich statt. Die Testpflicht entfällt für geimpfte und genese Personen sowie bei Vorlage eines Testnachweises (Testzentrum, Arzt, etc.). Schülerinnen und Schüler die keinen 3G-Nachweis führen und auch nicht am schulischen Testsystem teilnehmen, begehen eine Ordnungswidrigkeit und werden unter anderen Bedingungen beschult. Formular_verbindliches_Testregime
  • Im gesamten Schulgebäude muss eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) getragen werden (außer Sport- und Schwimmunterricht). Diese Pflicht entfällt während des Unterrichts am Sitzplatz für getestete oder genesene Schülerinnen und Schüler. (getestet= 2mal wöchentl. Testung in der Schule)

Schülerinnen und Schüler mit Risikomerkmalen für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 können sich in den ersten zwei Wochen vom Präsenzunterricht befreien lassen.

Genauere Informationen zum Sicherheitspuffer und dem gestuften Warnsystem finden Sie in der Übersicht zu den Regelungen.

Ergänzend gibt es einen Elternbrief vom Minister Holter.